Informationen zu Coronaviren, Oberflächen und PREVOSAN

 

 

Wie lange können SARS-CoV-2 Viren auf Oberflächen überleben?

Bakterien und behüllte Viren können auf Metall, Glas oder Kunststoffflächen sehr lange überleben. Im Falle des SARS-CoV-2 Virus können die Viren mehrere Tage auf solchen Flächen überleben [G. Kampf et al. / Journal of Hospital Infection 104 (2020) 246-251].

 

Wie wirkt PREVOSAN?

PREVOSAN wirkt auf zwei Wegen:

PREVOSAN enthält Silberchlorid. Auf feuchten Oberflächen werden dadurch sehr kleine Mengen Silberionen freigesetzt, welche die Membranen der Keime angreifen und zerstören. Dieser antibiotische Effekt ist im Falle von Silberbesteck schon sehr lange bekannt.

PREVOSAN ist außerdem photooxidativ wirksam. Tageslicht oder künstliches Tageslicht aus Leuchtstoffröhren oder LED-Strahlern lösen Ladungsverschiebungen und photokatalytische Prozesse aus. Viren oder Bakterien, die sich auf PREVOSAN Oberflächen befinden, werden physikalisch zerstört. Solche Effekte werden beispielsweise bei selbstreinigenden Wandfarben angewendet.

 

Wie wurde die Wirksamkeit von PREVOSAN nachgewiesen?

Das renommierte englische Prüfinstitut IMSL (Industrial Microbiological Service Limited) hat PREVOSAN im praxisnahen Tröpfchentest geprüft. Phi6 Bakteriophargen, die eine sehr große Ähnlichkeit zu Coronaviren aufweisen, wurden in Flüssigkeit gelöst und in winzigen Tröpfchen auf PREVOSAN aufgebracht. Bei Raumtemperatur, 50% Luftfeuchtigkeit und künstlichem Tageslicht sind diese schnell eingetrocknet. Nach 1h und nach 2h wurde die Wirksamkeit der eingetrockneten Virensubstanz mittels Bakterien, die als Wirt dienen festgestellt.

Nach 1h sind 95% der Viren deaktiviert.

Nach 2h sind 99,9% der Viren deaktiviert.

 

Wie aussagefähig ist der Tröpfchen-Test?

Die übliche Testmethode für viruzide Oberflächen ist in der Norm ISO 21702 festgelegt. Hier wird die Prüfung in dauerhaft feuchter Umgebung durchgeführt. Wasserlösliche Substanzen wie Silber oder Kupferionen sind unter solchen Bedingungen sehr beweglich und wirken sehr gut auf die Erreger. Das lässt sie häufig viel wirksamer erscheinen als sie das in Wirklichkeit sind.

Der Tröpfchen-Test simuliert die Praxisbedingungen, bei der die Oberflächen schnell trocknen und nur ein minimaler Feuchtigkeitsfilm zurückbleibt, viel besser. Aus diesem Grund verlassen wir uns nur auf diesen Test.

Das Prüfinstitut IMSL ist federführend in der Entwicklung verbesserter Testmethoden für diesen Bereich.

 

Wirkt PREVOSAN auch auf Bakterien?

Die Wirkung von PREVOSAN auf das Darmbakterium E. Coli, das verschiedene Krankheiten auslösen und sich auf vielen Oberflächen gut vermehren kann, wurde von der Bundesanstalt für Materialforschung und Materialentwicklung (BAM) gemäß ISO 22196 untersucht:

Nach einer Stunde wurde eine Abnahme der Bakterienkonzentration um 99,999% festgestellt.

 

Wie läuft die Schmierinfektion im Falle von Covid-19 ab?   

Die Übertragung von Covid 19 erfolgt über die sogenannte Tröpfcheninfektion: Infizierte Personen scheiden die Viren über Speicheltröpfchen mit der Atemluft aus.

Diese können auf Oberflächen gelangen und von dort über die Hände auf Schleimhäute (Nase, Mund, Augen) gesunder Menschen übertragen werden. Dort befinden sich Zellen, die von den Viren befallen werden können, wodurch Covid 19 ausgelöst wird.

Deshalb besteht die Empfehlung sich sehr oft die Hände zu waschen und sich nicht ins Gesicht zu fassen.

 

Ist PREVOSAN ein Biozidprodukt?

Gemäß der Biozidproduktverordnung EU 528/2012 ist PREVOSAN eine behandelte Ware und aufgrund des primären bioziden Nutzens als Biozidprodukt zu registrieren. Es ist in Deutschland unter der BAuA Nr.-96251 angemeldet. Der Wirkstoff ist Silberchlorid. Der Gehalt an Silberchlorid beträgt 22mg/m². Silberchlorid ist auch für den direkten Lebensmittelkontakt zugelassen.

 

Wie relevant ist die Schmierinfektion für die Übertragung von Covid 19?

Infektiöse Tröpfchen können auf verschiedene Weise gesunde Menschen infizieren.

Die Tröpfchen können direkt mit der Atemluft aufgenommen werden. Hier helfen Abstand und das Tragen von Masken.

Sehr kleine Tröpfchen sogenannte Aerosole (Durchmesser < 5µm) können lange in der Luft verbleiben. Allerdings ist das Volumen der Aerosole und damit die Anzahl der enthaltenen Viren sehr klein verglichen zu dem gesamten Volumen der ausgeschiedenen Flüssigkeit.

Rund 99% des infektiösen Materials hat einen Durchmesser >100µm [J.P. Duguid, J. Hyg. 44, (1949) 471-479]. Gelangen diese Tröpchen an der Maske vorbei in die Raumluft sinken sie aufgrund des Gewichts binnen sehr kurzer Zeit zu Boden. Von dort können Sie wieder aufgenommen werden und zu Infektionen führen.

Eine abschließende Beurteilung, welcher Infektionsweg welchen Anteil am Infektionsgeschehen hat, ist nach wie vor sehr schwierig.

 

Was ändert sich durch das Auftreten der mutierten Viren?

Bei der in Deutschland zunehmend verbreiteten B. 1.1.7 Variante des Virus ist die Struktur des Spike Proteins verändert, damit sie besser mit den Rezeptoren der Wirtszellen wechselwirken kann. Das Schlüssel-Schloss Prinzip funktioniert besser, das Virus kann einfacher in die Zellen eindringen und diese zur Virenproduktion umfunktionieren.

Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit auch für die Schmierinfektion, da jetzt weniger Viren für eine erfolgreiche Infektion übertragen werden müssen.

Die Wirksamkeit von PREVOSAN wird dadurch nicht beeinflusst, da dieses die nicht veränderte Hülle des Virus angreift.